16 Liter Kühlschrank von Temai (Tlyard) im Tesla Model Y: Eiskalte Getränke direkt aus dem Kofferraum

Eiskalte Getränke direkt aus dem Kofferraum, und zwar nicht nur eine Flasche Wasser, sondern ein ganzer Haufen. Genau das war die Idee hinter diesem Test.

Ich habe schon öfter nach Kühlschränken fürs Auto geschaut, gefunden habe ich dabei aber fast immer die großen Modelle für den hinteren Kofferraum. Genau den brauche ich aber, wenn wir in den Urlaub fahren, und ihn dauerhaft mit einer Kühlbox zu blockieren, hat mich immer gestört. Dazu kam die Frage, wohin so ein Gerät eigentlich seine Abwärme abgibt. Dieses Modell setzt genau da an: Es sitzt im seitlichen Fach hinten links, das sonst kaum jemand sinnvoll nutzt.

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Was das Gerät kann

Verbaut ist ein echter Kompressorkühlschrank mit 16 Litern Volumen, der bis auf minus 6 Grad herunterkühlt. Das ist der wichtigste Unterschied zu den günstigeren Kühlboxen, die gleichzeitig kühlen und wärmen können: Die arbeiten mit Halbleiterkühlung und kommen nie auf diese Temperaturen. Der Kompressor kann dafür nicht heizen. Das muss man wissen, bevor man bestellt.

Bedient wird das Ganze über einen Drehknopf oben, der sich auch drücken lässt, oder über Bluetooth per App. Die App finde ich sinnvoller, als sie im ersten Moment klingt. Das Auto steht bei mir neben dem Haus, und ich kann abends aus dem Büro heraus sagen, dass er vorkühlen soll, damit am nächsten Morgen die Getränke kalt sind.

Innen gibt es eine Beleuchtung, die beim Öffnen angeht, dazu einen Rost für Dosen und Flaschen und eine Einlegeschale ganz unten, falls etwas ausläuft.

Einbau: deutlich einfacher als gedacht

Ich hatte mich innerlich schon auf eine Bastelei eingestellt, tatsächlich war ich in wenigen Minuten fertig. Der Kofferraumboden kommt raus, das Unterteil des Kühlschranks wird in das seitliche Fach gesetzt, die Kühleinheit kommt oben drauf und wird an die 12-Volt-Buchse angeschlossen. Gehalten wird alles über eine Nut hinten und zwei Schnellverschlüsse vorne. Dazu kommt noch eine Blende, die nur aufgelegt wird.

In einer Online-Anleitung stand, man solle vorher die seitliche Verkleidung ausbauen. Das habe ich bewusst weggelassen, und es hat trotzdem funktioniert.

Wichtig: Nach dem Auspacken sollte der Kühlschrank zwei Stunden stehen, bevor er eingeschaltet wird. Das ist bei Kompressorgeräten normal.

Ein Punkt hat mich dann doch gestört. Ich fahre ein Model Y Standard aus 2026, also die Juniper-Generation. Eingebaut habe ich das Modell für die Baujahre 2020 bis 2024. Der Hersteller sagt, das Modell passe in alle.

Bei mir hat das Gerät leicht gewackelt und vorne nicht ganz bündig abgeschlossen. Gelöst habe ich das mit etwas Schaumstoff oben und unten. Danach sitzt es fest, und man sieht davon nichts mehr, sobald der Kofferraumboden wieder drauf ist.

Für mich ist das völlig in Ordnung. Wer es perfekt möchte, sollte beim Hersteller nachfragen, ob es für sein Baujahr ein passenderes Modell gibt.

Strom: Camping-Modus nicht vergessen

Der Kühlschrank hängt an der 12-Volt-Buchse hinten links. Damit dort auch Spannung anliegt, wenn das Auto steht, muss im Tesla entweder der Camping-Modus aktiv sein oder in den Einstellungen der Haken gesetzt werden, dass 12-Volt- und USB-Buchsen dauerhaft versorgt bleiben.

Angst um den Akku muss dabei niemand haben: Bei 20 Prozent Restladung schaltet das Auto von sich aus ab, damit man noch zum nächsten Lader kommt.

Der Hersteller gibt bei 0 Grad Zieltemperatur einen Verbrauch von weniger als einer halben Kilowattstunde innerhalb von 24 Stunden an. Das kann ich so nicht unterschreiben.

Ich habe von 20 Uhr abends bis 8 Uhr morgens gemessen und dabei etwa 1 Prozent Akku verloren. Bei rund 60 Kilowattstunden Kapazität sind das ungefähr 0,6 Kilowattstunden, allerdings bei über 35 Grad Außentemperatur im August.

Für mich ist das trotzdem verschmerzbar: Selbst wenn er eine ganze Urlaubswoche durchlaufen würde, wären das etwa 7 Prozent. Ausschalten kann man ihn jederzeit.

Wie viel wirklich reinpasst

Das war für mich die entscheidende Frage, denn 16 Liter klingen erst einmal nach wenig. Ich habe ihn deshalb einmal komplett vollgemacht:

  • vier 0,5-Liter-Flaschen
  • sechs Dosen
  • eine normale 1,5-Liter-Wasserflasche

Das Fach geht überraschend tief nach unten, deshalb passt die große Flasche problemlos hinein. Für eine Urlaubsfahrt reicht das locker, und nachladen kann man unterwegs jederzeit.

Bei mir waren nur Getränke drin, mit Lebensmitteln funktioniert es genauso. Grillsachen oder der Einkauf an einem heißen Tag wären für mich die naheliegenden Anwendungsfälle.

Lautstärke und Bedienung im Alltag

Man hört den Kompressor. Das ist ein ganz normales Lüftergeräusch, aber nichts, was stört. Während der Fahrt bekommt man davon gar nichts mit.

Aktuell läuft er bei mir im Eco-Modus mit 6 Grad Zieltemperatur. Tatsächlich sind es dann eher 7 Grad, weil der Kompressor bewusst nicht auf voller Leistung arbeitet und zwischendurch ausschaltet.

Wer schnell herunterkühlen will, nimmt den Colder-Modus. Der läuft ein bis zwei Stunden mit voller Leistung und springt danach automatisch auf die vorher eingestellte Temperatur zurück. Deshalb sollte man die Zieltemperatur vorher gesetzt haben.

Was mir in der App fehlt, ist eine Anzeige des aktuellen Energieverbrauchs. Das hätte ich spannend gefunden.

Mein Fazit

Ich hätte mir dieses Gerät von allein wahrscheinlich nicht gekauft, und genau deshalb hat mich der Test überrascht. Das seitliche Fach war bei mir vorher totes Volumen. Jetzt sitzt dort ein Kühlschrank, ohne dass im großen Kofferraum Platz verloren geht.

Die Abwärme wird über den Lüfter der Kompressoreinheit sauber nach außen geführt. Das war meine größte Sorge im Vorfeld.

Beim Preis wird es interessant. Regulär kostet er 441,95 Euro. Das wäre mir persönlich zu viel. Mit dem Rabattcode landet man bei 331,46 Euro, und für rund 330 Euro hätte ich ihn tatsächlich auch privat gekauft.

Man findet ähnliche Geräte auf AliExpress günstiger. Dort steht aber teilweise eine andere Marke drauf, Bluetooth fehlt, und Zoll sowie Lieferzeit muss man dazurechnen. Mein Testgerät kam aus einem deutschen Lager und war sofort da. Im Shop stehen offiziell 7 bis 15 Tage Lieferzeit.

Was ich nicht seriös beurteilen kann, ist die Haltbarkeit. Wenn das Auto im Sommer innen 50 bis 60 Grad hat und der Kompressor dauerhaft arbeitet, ist das eine echte Belastung. Ob er das über Jahre mitmacht, weiß ich erst in ein paar Jahren.

Wir fahren jetzt zwei Wochen in den Urlaub. Dort gibt es in der Wohnung keinen Kühlschrank, und ich bin gespannt, wie er sich unter realen Bedingungen schlägt. Falls sich etwas Grundlegendes ändert, berichte ich noch einmal.

Transparenz: Der Kühlschrank wurde mir von Tlyard als Testmuster kostenlos zur Verfügung gestellt. Dieser Beitrag enthält deshalb Werbung. Meine Einschätzung bleibt trotzdem meine eigene.

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Bis zum nächsten Beitrag 🙋‍♂️

Euer Simon